Wer ist dieser „Man“ eigentlich

Am 21. April 2020 schrieb Kiyaks Exil in der Republik unter dem Titel „Fühlt sich gut an“, über das einer humanistischen europäischen Gesellschaft unwürdigen Verhaltens gegenüber Kindern in Flüchtlingslagern. Sie meint man sollte doch dringenst etwas unternehmen.

Sie stellt die Frage: „Wer ist dieser „Man“ eigentlich?“

Sie gibt auch gleich die Antwort: „Ehrlich ich weiss es eigentlich nicht.“

Ich konnte dies so nicht stehen lassen und habe Ihr wie folgt geantwortet.

Liebe Frau Kiyaks Exil

Sie fragen und schreiben in ihrem Artikel «Fühlt sich gut an» zu den grauenhaften Zuständen von Kindern in den Flüchtlingslagern und über unsere Scham, dass nicht gehandelt wird:

Zitat: « Ja, wer ist dieses «Man» eigentlich? Ehrlich, ich weiss es nicht mehr genau.»

Einstein soll gesagt haben: «Die reinste Form des Wahnsinns ist es, nichts zu ändern und zu glauben es ändere sich etwas»

Dieser «Man» bin ich und vielleicht Sie und sicher nicht die anderen?

Ich versuche mich gerade zu ändern, in dem ich verstärkt visionäre und utopische Ideen öffentlich verbreite.

Ich denke es sind Ängste unserer Regierung, unserer Parlamentarier und einer Minderheit der Stimmbürger die uns derart unmenschlich handeln lassen.

Die Angst vor Zuwanderung, Überfremdung kennen wir in der Schweiz schon seit vielen Jahren.

Doch um welche Ängste geht es wirklich? Da ist die Angst vor dem Verlust des Arbeitsplatzes, genauer des Einkommens und des sozialen Status.

Noch gilt bei uns, wer keiner bezahlten Arbeit nach geht, ist weniger Wert.

Eine weiter Angst ist die Überbevölkerung. Haben wir genüge Arbeit für alle, reichen die Gelder für unsere Sozialwerke, ist unsere Versorgungssicherheit ausreichend, leben wir zu dicht zusammen und sind wir deshalb so anfällig für eine Pandemie, reicht es für alle Menschen für ein erfülltes Leben usw.

All dies sind durchaus begründete Ängste.

Es ist für Führer ein leichtes Spiel in diesem Schwarm von Verängstigten für Ihre Zwecke zu fischen. Diese Fischer werden durch Medienschaffende noch unterstützt, in dem sie möglichst grell beleuchtet werden, damit sie jeder verängstigte Fisch auch findet.

Im Gegensatz dazu werden Visionäre und Utopisten ermordet, verhöhnt, kaltgestellt, mundtot gemacht und im besten Fall einfach Tot geschwiegen (Gandi, Martin Luther King, Friedrich Albert Lange, Marthe Gosteli, Hans Christian Binswanger, Edgar L. Feige).

Kriege werden vor allem auch um Ressourcen wie Öl, Gas, Wasser usw. aber vor allem auch gegen unsere Mitwelt geführt. Diese Kriege treiben wiederum Millionen in die Flucht, ins Elend.

Doch warum führen wir dann keine Ressourcen-Lenkungsabgaben ein auf Gas, Oel, Benzin, Flugpetrol, Palmöl, importierte Futtermittel usw. ein. Der Schweizer Nationalfond schreibt Lenkungs-Abgaben sind fünfmal wirksamer als Fördern und Verbieten.

Erstatten wir die Ressourcen-Abgaben an die Bevölkerung zurück, ist dies nichts anderes als ein Form eines Grundeinkommen. Ein nachhaltiges Grundeinkommen, nur wer einen Ressourcen schonenden Lebensstil führt, zählt zu den Gewinnern.

Mit einem nachhaltigen Grundeinkommen von z.B. 2200 Franken pro Monat und Person entfällt erheblich die Angst vom Verlust des Einkommens. Mit 2200 Franken pro Monat nachhaltigen Grundeinkommen aus zu kommen gilt als Leistung und nicht mehr als Schande.

 

Auch das Problem der Überbevölkerung lässt sich lösen. Es ist heute weitgehend anerkannt, dass Frauen die über sich selbst bestimmen können, weniger Kinder bekommen. Dabei spielt es eine zentrale Rolle, über ein vom Mann unabhängiges Einkommen zu Verfügen.

Die Bevölkerungszahl der Schweiz würde ohne Zuwanderung heute schon sinken.

 

Zur Zeit erleben wir, was es bedeutet, wenn wir auf Ressourcen wie Erdöl oder Gas verzichten. Die Preise sinken unvorstellbar tief. Es lohnt sich nicht mehr Kriege zu führen und viele Konzerne verschwinden, sofern sie nicht wieder staatlich gestützt werden.

Es gilt nun sicher zu stellen, dass allen Menschen auf dieser Welt gleich viele Ressourcen zur Verfügung stehen. Das erreichen wir primär, in dem wir bei uns die Ressourcen verteuern und unseren Bedarf entschwenden. Damit erhöhen wir wirklich die Chancen vieler Kinder und der zukünftigen Generationen.

Es ist schlicht eine Lebenslüge, wenn wir vielen Kindern auf dieser Erde und vor allem den ungeborenen Kindern die Lebensgrundlagen durch unser ganz persönliches unethisches Leben klaufen (mein Lieblingswort Wort für unsere legalisierte Art für Kaufen und Klauen) und dann es als gute Tat ansehen, sie aus Flüchtlingslagern zu retten.

 

Gerade die Corona-Chance gibt uns nun die Möglichkeit vermeintliche Utopien und Visionen wie ein nachhaltiges Grundeinkommen zu realisieren.

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